So kam ich zum ‘Goa’ ..
Die ganze Welt sagt EaZyNoiZ zu mir, ich bin der Admin & Webmaster dieser Seite, der Initiator und “Chef” vom Clan Goa42.com! Wie ich zu allem kam wollt ihr wissen…?
Ja, da muss ich weit zurück denken! Es war glaube ich, das Jahr 1998.
Seinerzeit wohnte ich noch im “Pott”; genauer gesagt (auch) in Gelsenkirchen. Auf verschiedenen technoiden Partys war ich vorher schon das ein oder andere mal. Gearbeitet habe ich als HelpHand bei einer Veranstaltungsfirma in Essen, gleich ums Eck 3 Haltestellen mit dem Bus! Fleissig habe ich dort meinen Job gemacht und Traverse für Traverse von A nach B geschleppt, Bühnen auf und ab gebaut, irre Sachen erlebt..! Jaja, Gaffa hält die Welt zusammen.
Da kam es, das mich einer meiner Kollegen eines Tages zur Seite zog umd mich fragte ob ich des Nachts auch zur GoaParty kommen würde? Zur Goa-Party fragte ich? Ich weiss nichts von einer Party! Aber so wie er mich das schon alles fragte; es schien eine interessante Party zu sein..
Wir verabredeten uns, ich sollte am besagtem Samstag am Abend irgendwann bei ihm aufschlagen. Gesagt, getan! Nachdem wir uns über das übliche, dem Bühnen und Veranstaltungsbau –Themen ausgetauscht hatten und auch sonst schon gut vorgeglüht hatten machten wir uns auf den Weg!
Ich war nicht sonderlich verwundert, das wir am Gelände unserer gemeinsamen Firma vorbeikamen. Gewundert hat mich nur eins; woher kommen diese genialen hämmernden Baselines nur?! Allein der Besucherstrom verwies nun ganz deutlich darauf, das der Partybereich wohl doch die Firma ist, für die ich arbeite. Diese hatte die Zeche Bonifazius angemietet.
Schon beim Eintreten, ich stand auf der Gästeliste (ich war erstaunt) und musste den Eintritt von 15 DM nicht zahlen, bemerkte ich diesen feinen Duft in meiner Nase. Nein, nicht diesen üblichen Toilettengestank wie an so manch anderen Eingangsbereichen. Blumig, süsslich,
Ich kann euch kaum mit Worten beschreiben welchen Eindruck heute noch der Gadanke an diese Party auf mich macht. WoW. Der Flor, sonst ein mietbarer Raum, der Kuppelraum, war sowas vom liebevoll, fantsievoll und aufregend dekoriert, Schwarzlicht hauchte dutzenden Deko-Kreaturen und Deko-Sulpturen in Verbindung mit dem hören dieser psychedelischen Musik irgendwie Leben ein. Man war ich begeistert.
Es fiel mir sofort auf. Es war einfach eine völlig andere Stimmung auf der Party, als das was ich sonst kannte! Alle waren so lieb, so nett, so friedlich! Irgendwie auch alle in einem Alter, wo ich mir nicht als Opa vorkam. Einige der Frauen hatten sehr sexy und erotisch wirkende Outfits, manche der Männer trugen Schlaghosen. Der Tanzbereich war so voll, das sich die Körper beim tanzen regelrecht aneinander rieben. Der Ort trug eine Harmonie in sich, welche ich selten auf einer Party fand!
Eine Etage weiter oben kam man zu einen Catwork von wo aus man die tanzende Menge aus jedem Blickwinkel von oben beobachten konnte. Ausserdem gabs noch einen Chillbereich! Hier wurde sanfte orientalische Musik gespielt, völlig ohne Beats. Von hier kam auch der wunderschöne Duft der überall im Gebäude schwebte.
Ja, ich war wohl das erste Mal Gast auf einer Goa-Party. Und einer wunderschönen dazu. Später traf ich dann noch meinen Chef. Der hat mir im Büro; dem einzigen Raum in der ganzen Location wo nicht gefeiert wurde, noch während die Party im vollem Gange war offenbart das er mich beim Abbau Montagsabend hier brauch! Egal in welchem Zustand. Dienstags hatte ein Verein diese ganze Halle wo grad gefeiert wurde für ihre Versammlung angemietet.
Überhaupt arbeite ich für eine Firma, die ihre Finger in Sachen Veranstaltungen überall in und um Essen drin hatte! Das die “nebenher” noch ein PsyTrance-Label waren, erfuhr ich erst nach und nach! Das ich jemals selbst hinter dem Pult stehen würde, davon war nur zu träumen.
Monate später, ich hatte inzwischen Unterricht in Sachen Platten auflegen; stand ich selbst am Pult und feuerte die Feier Gemeinde mit den Tracks an, die ich mir zuvor fein säuberlich zusammengestellt hatte. Das es in dieser Musik Szene darauf ankommt einen sauberen Mix zweier Tracks hinzubekommen hatte ich schnell begriffen. Die Venyls lagen mir gut in der Hand.
Meine Begeisterung für diese Art des Feierns, dieser gewissen Philosophie nach der wir leben hat mich bis heute nicht losgelassen. Seither habe ich nie wieder eine dieser grossen Hallen besucht oder bin in eine Disco gegangen. Und das obwohl ich seit 7 jahren in Berlin wohne. Auch hier gehe ich dem Feiern gern unregelmässig nach!
Teil 2 gibts später *grins*